Sternenkinder der Stars - Pink

Die US-Sängerin Pink, weltweit bekannt für ihre kraftvolle Stimme und ihre kompromisslose Ehrlichkeit, hat im Laufe ihrer Karriere immer wieder bewiesen, dass hinter dem Glamour echte Verletzlichkeit steckt. Eine der tiefsten Wunden, über die sie je gesprochen hat, ereignete sich, als sie gerade einmal 17 Jahre alt war: Sie verlor ihr erstes Kind.
18 April 2026
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In einem bewegenden Interview mit der USA Today im Jahr 2019 – kurz nach Veröffentlichung ihres Albums Hurts 2B Human – sprach sie offen über diese prägende Erfahrung. „Du fühlst dich, als hasse dich dein Körper, als sei er kaputt, als tue er nicht, was er sollte“, sagte sie damals. Dieser Satz beschreibt ein Gefühl, das viele Betroffene nach einer Fehlgeburt kennen, aber nur wenige so klar in Worte fassen können.

Doch dieser Verlust blieb nicht der einzige. Pink offenbarte, dass sie seitdem mehrere Fehlgeburten erlebt hat. Für sie war das nicht nur ein medizinisches Ereignis, sondern eine emotionale Erschütterung – eine, die ihr Selbstbild tief beeinflusste. Sie beschrieb sich selbst als jemanden mit einem starken, sportlichen Körper. Und genau deshalb habe es sich noch unverständlicher angefühlt, dass dieser Körper „nicht tat, was er sollte“.

Ihren Schmerz verarbeitete sie in der Musik. Besonders im Song „Happy“ auf dem Album Hurts 2B Human singt sie offen über diesen inneren Konflikt. Die erste Zeile lautet:

„Since I was 17, I’ve always hated my body / and it feels like my body’s hated me.“

Auf Deutsch: „Seit ich 17 war, habe ich meinen Körper gehasst – und es fühlt sich an, als würde mein Körper mich hassen.“

Diese Worte gehen unter die Haut, weil sie nicht nur von körperlichen, sondern auch von seelischem Verlust erzählen. Es ist der Moment, in dem ein junger Mensch begreift, dass das Leben nicht immer fair ist – und dass Trauer nicht nur ein Gefühl, sondern ein langjähriger Begleiter werden kann.

Pink sprach außerdem darüber, wie wichtig es ihr sei, ehrlich zu bleiben – auch über das, was weh tut. „Ich denke, es ist wichtig, über das zu schreiben, wofür man sich schämt, wer man wirklich ist und wie schmerzhaft es ist“, sagte sie. Für sie bedeutet Stärke nicht, Gefühle zu verstecken, sondern sie sichtbar zu machen – auch die schwierigen.

Trotz der schmerzhaften Verluste hat Pink heute zwei Kinder: Tochter Willow Sage, geboren 2011, und Sohn Jameson Moon, geboren 2016. In der Trauer-Community nennt man Kinder, die nach einer Fehlgeburt oder einem anderen Verlust geboren werden, liebevoll „Regenbogenkinder“ – als Zeichen für Hoffnung nach dem Sturm. Pink hat diesen Begriff selbst nicht öffentlich verwendet, doch ihre Kinder sind für viele Fans genau das: Zeichen dafür, dass nach der Dunkelheit wieder Licht möglich ist.

Auch über psychische Gesundheit spricht Pink offen. Sie erzählt von ihren Erfahrungen mit Therapie und betont, wie wichtig es sei, sich mit den eigenen Schattenseiten auseinanderzusetzen. „Was ich an Therapie liebe, ist, dass sie dir zeigt, wo deine blinden Flecken sind“, sagte sie in einem weiteren Interview. Und gleichzeitig verriet sie, dass sie oft zwischen Lachen und Weinen wechselt – beides dürfe nebeneinander existieren. Diese Balance zwischen Ehrlichkeit, Schmerz und Humor macht sie so besonders.

Pinks Geschichte zeigt: Fehlgeburten sind kein Randthema. Sie betreffen viele – aber werden oft im Stillen getragen. Wenn jemand wie sie den Mut hat, darüber zu sprechen, schenkt das anderen Hoffnung. Hoffnung darauf, dass man weiterleben kann. Dass neue Wege entstehen. Dass das Herz irgendwann wieder zu lieben wagt.